Aktuelles

Wirtschaftsrat der Erzdiözese Wien genehmigt Bauabschnitte 3 und 4
Vereinfachung bei der Spendenabsetzbarkeit von Spenden ab 2017
Roller-Mosaike an der Westseite restauriert
Wirtschaftsrat der Erzdiözese Wien genehmigt zweiten Bauabschnitt
Schenken Sie ein Stück Breitenseer Kirche!
Montage der Kreuzrose
Aktuelle Arbeiten
Original-Farbradierung der Pfarrkirche – das ideale Geschenk für Breitenseer/innen!

 

 

 

Wirtschaftsrat der Erzdiözese Wien genehmigt Bauabschnitte 3 und 4

In der Sitzung des diözesanen Wirtschaftsrates vom 14. Dezember 2017 wurden nach zahlreichen Gesprächen die letzten beiden Bauabschnitte genehmigt. 2018 soll das nördliche, 2019 das südliche Haupt-/Seitenschiff restauriert werden. Die Gesamtkosten der letzten beiden Bauabschnitte werden auf rund 3 Mio. Euro geschätzt.

Nähere Informationen erhalten Sie unter Bauetappen sowie Kosten und Finanzierung.

 

 

 

Vereinfachung bei der Spendenabsetzbarkeit von Spenden ab 2017

Mehr spenden, ohne mehr Geld auszugeben

Für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zugunsten der Kirchenrenovierung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt eine eigene Spendenaktion eingerichtet.

Spenden an eine begünstigte Einrichtung ab dem Steuerjahr 2017 werden dann nicht mehr vom/von der Spender/in, sondern von der spendenempfangenden Organisation (z. B. dem Bundesdenkmalamt) automationsunterstützt dem Bundesministerium für Finanzen gemeldet. Sie brauchen damit die betreffenden Sonderausgaben nicht mehr im Rahmen der Steuererklärung dem Finanzamt bekannt geben, sondern die Finanzverwaltung kann künftig Ihre übermittelten Sonderausgabedaten automatisiert im Rahmen der Arbeitnehmer/innen/veranlagung in deren Bescheide übernehmen. Auf diese Weise sollen sowohl Steuerpflichtige als auch Finanzverwaltung entlastet werden.

Sie finden hier Berechnungsbeispiele mit den bis 2015 geltenden Tarifstufen und Berechnungsbeispiele mit den Tarifstufen der Steuerreform 2015/16 sowie nähere Informationen zur Berücksichtigung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung.

 

 

 

Roller-Mosaike an der Westseite restauriert

Das renovierte Eingangsportal erstrahlt nach dem Sommer in neuem Glanz. Die Portaleingänge wurden ebenso wie die Mosaike in den Tympanonfeldern restauriert. Dafür wurden Mosaiksteine aus Venedig nachbestellt. Die Mosaike wurden entsalzt, Risse verfüllt, lockere Steine wurden ausgelöst und neu versetzt. Schmutzauflagen, die zum Erblinden des Mosaiks führten, konnten mit Skalpell und Radiergummis entfernt werden, sodass nun der natürliche Glanz wieder zum Vorschein kommt. Fotos finden Sie in der Bildergalerie von den Renovierungsarbeiten.

Die Entwürfe stammen vom Maler, Grafiker und Bühnenbildner Alfred Roller, Gründungsmitglied der Secession. Ein Artikel in Ausgabe 3/2017 der Breitenseer Pfarrzeitung macht sich auf die Spuren dieser Arbeiten …

 

 

 

Schenken Sie ein Stück Breitenseer Kirche!
Das
besondere Geschenk für eine/n Breitenseer/in

 

Als im November 2014 die Kosten mittels einiger Zahlen anschaulich gemacht wurden, meldete sich spontan ein Mitglied der Pfarrgemeinde und übernahm mit 8.160 Euro die Kosten eines Bauteils mit den Worten „Einer muss jetzt anfangen!“ Zwei weitere Großspender meldeten sich in den Folgewochen. Wir hoffen, dass diese Taten, für die wir ein herzliches Vergelt’s Gott sagen, je nach der Möglichkeit – eventuell auch von Unternehmen – Nachfolge findet. Eine Spende ist steuerlich absetzbar!

 

Beträge in EUR
1 m² Reinigung Sichtziegelmauerwerk24,-
1 m Gesims sanieren144,-
1 m² Dachdeckung221,-
1 m² Mauer sanieren (Reinigung, Ziegel, neue Verfugung)327,-
Portal Seiteneingang sanieren1.440,-
1 Knauf einer Naturstein-Fiale1.836,-
1 Wasserspeier (Hauptturm)2.880,-
1 Turmspitze (seitliche Turmanbauten)3.480,-
1 Sandstein-Fiale mit Krabben sanieren4.200,-
1 Basis einer Kunststein-Fiale5.088,-
1 unterer oder oberer Schaft einer Naturstein Fiale6.720,-
bzw. deren Basis7.200,-
oder deren Kreuzblume8.160,-
neue elektronische Läuteanlage8.028,-
1 Fenster Apsis/Querschiff sanieren (Kunst- und Schutzverglasung)15.888,-
offene Kosten neue Kreuzrose20.072,-

Auf Wunsch übermitteln wir Ihnen auch gerne eine Bestätigung: einfach unter office@initiative-breitensee.at anfordern!

 

 

 

Aktuelle Arbeiten

Im September 2017 wurde die dritte Bauetappe (nördliches Haupt-/Seitenschiff) in Angriff genommen, die Arbeiten sollen bis Ende 2018 abgeschlossen werden. Demnächst werden hier die Glasfenster nach der Restaurierung in den Werkstätten in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) wieder eingebaut. Dafür musste auch ein Innengerüst aufgestellt werden. Außen arbeitet bereits der der Steinmetz am Ausbau beschädigter Steinteile. Dabei werden neu angefertigte Vierungen und Plattungen laufend eingebaut. Auch die Fugen der Sichtziegelfassade werden bereits geschnitten. Bei den Baumeisterarbeiten geht es neben einigen Abbrucharbeiten vor allem um das Instandsetzen der Sichtziegelflächen (Ausstemmen schadhafter Ziegel und Einsetzen der neuen Ziegel, z. T. Sonderformen) und das Auswechseln des Fugenmörtels (s. schlechter Ziegel und falscher Mörtel). Auch das Dach des Hauptschiffs wird ab März 2018 in Angriff genommen.

Im zweiten Bauabschnitt, der Apsis, werden die Spenglerarbeiten bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen, danach wird die Apsis abgerüstet. Aktuell arbeitet man auch noch an der Verfugung der Stein-Balustraden, die neu versetzt wurden. Im Frühjahr wird auch die statische Sanierung von zwei Strebepfeilern an der Ostseite der Apsis fertiggestellt, nachdem sich eine Setzungsbewegung am Fußpunkt des Strebepfeilers gezeigt hat. Diese ist kein Akutereignis, vielmehr ist davon auszugehen, dass diese Risse bereits seit Jahrzehnten in unveränderter Form existieren. Dennoch muss aus statischer Sicht hier dauerhaft saniert werden: Dazu wurde zunächst der Rissbereich mit Epoxitharz ausgegossen, danach erfolgte im Dezember die Gewölbesicherung des Chorumgangs mittels Aramidspannstäben. Die Fundamentsicherung mittels GEWI-Pfählen folgt im Frühjahr 2018. Die dafür erforderliche Einbautenerhebung wurde bereits abgeschlossen.

Im Herbst 2018 sollen die verbleibenden Glasfenster des Haupt und Seitenschiffs für die Restaurierung ausgebaut werden. Dafür wird dann auch südseitig ein Innengerüst aufgestellt.

 

 

 

Original-Farbradierung der Pfarrkirchedas ideale Geschenk für Breitenseer/innen!

Farbradierung Pfarrkirche Breitensee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reiner Tiefenbacher, „Pfarrkirche Breitensee“, Originalfarbradierung, nummeriert und handsigniert, 32 x 24,5 cm (1995)

Restexemplare dieser Radierung sind in der Pfarrkanzlei zum Preis von EUR 72,- erhältlich. Mit dem Erwerb leisten Sie einen Beitrag zur Renovierung! Herzlichen Dank!

 

 

Der Künstler

 

Mag. art. Reiner Tiefenbacher, 1952 geboren, aufgewachsen in Schönberg am Kamp/NÖ.

 

1971–75 Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, Diplom der Meisterklasse für Gebrauchsgraphik und Illustration
1975/76 Stipendium an der Akademie der Schönen Künste in Warschau (Grafikdesign, Buchillustration und Radierung).
seit 1976 freiberuflich tätig: Radierungen, Illustrationen für Bücher und Zeitschriften etc.
seit 1978 zahlreiche Ausstellungen
seit 1988 literarische Arbeiten, zahlreiche Lesungen

 

 

Die Technik

 

Die Radierung (radere – kratzen, schaben) als graphische Technik ist eine Weiterentwicklung des Kupferstichs. Beim Stich werden die Linien mit einem V-förmigen Stichel aus der Metallplatte geschnitten. In diesen Vertiefungen bleibt die aufgewalzte Farbe nach dem anschließenden Polieren der Plattenoberfläche erhalten. So kann die Zeichnung auf geeignetes Papier übertragen werden, indem dieses mit hohem Druck an die Platte angepresst wird.

 

Bei der Radierung werden die farbtragenden Vertiefungen in der Platte auf indirekte Art erzielt: Die Platte wird mit Asphaltlack dünn beschichtet, in diesen Lack wird dann mit einer Nadel gezeichnet. Anschließend kommt die Platte in ein Säurebad. Wo die Nadel den Lack weggekratzt hat, greift die Säure die Platte an und ätzt entsprechende Vertiefungen (Linien und Flächen) aus der blank polierten Oberfläche. Der Druckvorgang ist derselbe wie beim Kupferstich. Selbstverständlich muss nach jedem Abzug neu eingefärbt werden und die überschüssige Farbe von der glatten Oberfläche (mit der Hand und sehr vorsichtig) wegpoliert werden.

 

Die Weiterentwicklung zur Farbradierung setzte zuerst voraus, dass man gelernt hatte, außer Linien auch Flächen in verschiedenen Strukturen zu ätzen (Aquatintatechniken). Der zweite Schritt bestand darin, mehrere Platten zu verwenden (meist drei) und auf jeder davon einen Teil der Zeichnung (der eine Farbe entspricht) zu ätzen. Selbstverständlich müssen die Platten gleich groß sein, die Zeichnung in exakt gleicher Position und die Teile der Zeichnung einander nahtlos ergänzen. Dann werden alle drei Platten (zum Teil mit mehreren Farben auf getrennten Flächen der einzelnen Platten) eingefärbt, poliert und alle drei nacheinander auf das Papier übertragen. Damit kann ohne weiteres eine Zeichnung mit 20 Farbtönen erzielt werden. Der große Arbeitsaufwand, den die Herstellung der Platten erfordert, rechtfertigt, eine gewisse Zahl von Abzügen herzustellen: Eine beschränkte Auflage von einzelnen nummerierten Blättern, die nie ganz eins dem anderen gleichen, da sie einzeln mit der Hand eingefärbt und abgezogen sind. Diesen technischen Möglichkeiten verdankt die Radierung ihren Ruf und ihren Wert als Originalgraphik und hat damit als eine der wenigen überlieferten Techniken mehrere Jahrhunderte überlebt.

 

 

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